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Artikel von
Tilman Abegg
auf den
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Ruhr
Nachrichten,
8.2.13

Kultur-Tipp Das kauft Dortmund
seinen Künstlern ab

46 Bilder und Objekte hat die Stadt im Jahr 2012 von Dortmunder Künstlern angekauft.
Die Werke sind in der Schau "Einblicke" im Torhaus zu sehen -
höchstwahrscheinlich zum allerletzten Mal.
Von Tilman Abegg

Fotostrecke Diese Bilder hat die Stadt 2012 angekauft

DORTMUND, 08.02.2013: Für 25.000 Euro kauft die Stadt jedes Jahr
Arbeiten von Dortmunder Künstlern. Dieses Förderprogramm besteht
seit 1950. 46 Bilder hat die Stadt im Jahr 2012 angekauft und stellt sie
im Torhaus aus. Wir zeigen hier eine kleine Auswahl.
Ihre Bildauswahl (2/8)

...Anke Droste......Anke Droste... (Repro: Tilman Abegg)

Kindergesichter – zerbrechlich und geschützt

17. Dezember 2012
By Neugierige Kinderblicke in die Galerie. (Foto: © Anke Droste)

Neugierige Kinderblicke in die Galerie. (Foto: © Anke Droste)

Kinderfotos der besonderen Art sind in der Galerie „der kunstbetrieb“ in der Gneisenaustraße 30 zu sehen. Im Rahmen der Kunstaktion „Das Fenster zur Kunst“ zeigt Anke Droste bis zum 04. Januar 2013 Fotografien von Kindern aus der Nordstadt.

 

Kinder sind neugierig. Sie schauen gerne durch Schaufenster, auch durch die der Galerie „der kunstbetrieb“. Die Galeristin Sabine Spieckermann hat das aufgegriffen. Jedes Kind, das in ihre Galerie kommt und eine Frage richtig beantwortet, erhält ein kleines Geschenk. Daher verwundert es nicht, dass häufig Kinder zu Besuch in die Galerie kommen.

 

Das hat Künstlerin Anke Droste zum Anlass genommen, diesen neugierigen Blick der Kinder in das Schaufenster der Galerie zu fotografieren und auszustellen. Entstanden sind großformatige Bilder, die zunächst einmal die zerbrechliche Seite der Kindergesichter zeigen. Doch auf den zweiten Blick sind die Kinder durch die Glasscheibe und die dadurch entstehenden Spiegelungen auch geschützt, was durch den milchig-verschwommenen Effekt zum Tragen kommt. Droste verstärkt diesen Effekt noch durch den Druck auf einem halb transparenten Nylongewebe.

 

Die Reihe „Das Fenster zur Kunst“ beschließt ab dem 05. Januar 2013 der Zeichner Mathes Schweinberger.

Kultur
meilen-
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November
2012,
Hendrik
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"Wie die Birken wirken" von
Tilman Abegg,
Ruhr Nachrichten

Tilman Abegg





"Die Birke als künstlerische Metapher" von Michael Lemken, Innenstadt-Ostblog
Die Birke als künstlerische Metapher13. Januar 2011
By Michael Lemken

Anke Droste stellt Arbeiten im Torhaus Rombergpark aus.

Vom 16. Januar bis zum 6. Februar zeigt das Torhaus im Rombergpark die Ausstellung „flachwurzeln“ der Dortmunder Künstlerin Anke Droste.

Im Mittelpunkt ihrer ausgestellten Werke steht die Birke. Für Droste ist die Birke „eine Metapher für den Zustand, in dem wir uns befinden.“
Die Birke ist wegen ihrer flachen und dichten Wurzeln und ihrer geringen Ansprüche an Boden und Klima eine ideale Pionierpflanze, die schnell
neues Terrain erobert. „Man muss flexibel und beweglich sein“, vergleicht Droste die heutige Arbeitssituation vieler Menschen mit der Flexibilität
und Genügsamkeit der Birke.

Doch diese Flexibilität als Pionier hat auch positive Seiten. „Man kann Neues schöpfen, neu zweifeln, neue Ideen hervorbringen.
Es hat eine gewisse Leichtigkeit“, so die Künstlerin.

In ihrer aktuellen Ausstellung „flachwurzeln“ zeigt Anke Droste neben ihren Gemälden auch Fotografien und Grafiken.
Die Gemälde sind sehr farbenfroh, denn „sie sollen dem Betrachter auch Spaß machen“, so Droste. Ob sie lieber malt, fotografiert oder zeichnet?
„Für die Malerei brauche ich viel Kraft und Energie“, erzählt die Künstlerin. „Ich male am liebsten auf Holz.“ dabei benutzt sie Acryl und Dispersionsfarben.
Bei den fotografischen Arbeiten hat die moderne Zeit Einzug gehalten. „Was ich früher im Fotolabor gemacht habe, mache ich heute mit der Bildbearbeitung“,
bekennt Droste.

Anke Droste wurde 1961 in Dortmund geboren und studierte 1983 bis 1990 Kunst an der Universität Dortmund. Ihre Arbeiten waren unter anderem in
Ausstellungen in Dortmund, Bremen, Lübeck, Unna, Oberhausen und Köln zu sehen. Anke Droste wurde unter anderem mit dem Fotopreis der Photokina
Köln und mit dem Fotopreis der Stadt Wien ausgezeichnet.

Die Öffnungszeiten des Torhauses sind: Dienstag bis Samstag von 14 – 18 Uhr und Sonntag von 10 – 18 Uhr.



Artikel von Michael Lemken,
Ost-Blog
,
Oktober 2011
zur Ausstellung
"frei" im
kunstbetrieb
Dortmund, 2011

Was heißt Freiheit?

14. Oktober 2011
By

Anke Droste lotet in ihrer Ausstellung die Grenzen zwischen Freiheit und Unfreiheit aus.

Noch bis zum 19. November zeigt die Galerie „der kunstbetrieb“ Malerei, Grafik und Fotografie der Dortmunder Künstlerin Anke Droste. Nach ihrer Ausstellung „flachwurzeln“ im Torhaus Rombergpark Anfang des Jahres stellt sich Droste in ihren Werken die Frage: In wieweit kann jemand „frei“ sein?

„Freiheit“ ist ein oft gebrauchter und auch missbrauchter Begriff. So heißt es in einer Werbung „Die Freiheit nehm’ ich mir“, aber welche Freiheiten kann man sich einfach nehmen und welche Bindungen sind positiv für den einzelnen? Gibt es so etwas wie absolute Freiheit? Schließlich gibt es auch Dinge, für die man sich freiwillig binden lässt. Beispielsweise in einer Beziehung, die ohne eine Bindung ja überhaupt nicht denkbar wäre. Weitaus stärker sind jedoch die Bindungen, die eher Zwängen gleichen wie der Job oder Verpflichtungen.

Drostes Einstieg in das Thema war eine Geschichte von Ilse Aichinger, in der ein gefesselter Mann alles machen konnte, was er wollte, aber als die Fesseln gelöst wurden, unfähig war, irgendetwas zu tun. „Man braucht eine Verankerung, ansonsten weiß man nicht, was man tun sollte“, so Droste. Auch Sartres, „Die Hölle, das sind die anderen“ oder Camus „Sisyphos“ gehören zu ihren Inspirationsquellen.

Für die Künstlerin gibt es ein stetes Bemühen um Freiheit, gleichzeitig will der Mensch aber Bindungen haben und begibt sich freiwillig in eine Form von Unfreiheit.

Das schlägt sich vor allem in ihren Gemälden wieder, die zwar Landschaftsbilder sind, die Landschaft aber nur noch als Allegorie benutzt. Der Horizont löst sich auf, was ist Himmel , was ist Wasser: für den Betrachter nicht mehr auszumachen. In einem weiteren Bild, in dunklen Erdfarben gehalten, bewegen sich Figuren wie Lemminge auf einen Abgrund zu. Sie nutzen die Möglichkeiten, die sie haben, nicht.

Das Thema „Freiheit“ wird Anke Droste noch weiter beschäftigen. Zur Zeit arbeitet sie an Skizzen von Gemälden, auf denen marionettenartige Figuren zu sehen sein werden. Die Marionettenfäden stehen symbolisch für die Bindungen, die jeder von uns eingeht, freiwillig oder unfreiwillig.

Bei den fotografischen Arbeiten sind zwei unterschiedliche Stile zu erkennen. In der 70×50 cm großen Montage „free“ sind vier Menschen zu sehen, die aus vier unterschiedlichen Fotos stammen, die zwar „frei“ und modern scheinen, aber durch die Beschäftigung mit ihren elektronischen Begleitern doch „an die Leine“ genommen werden, somit unfrei sind.

Daneben gibt es eine Serie von kleinformatigen Fotografien, auf denen Menschen im städtischen Umfeld zu sehen sind. Es liegt am Betrachter zu entscheiden, ob sich die Freiheit der Personen an den Bildern ablesen lässt.

„Frei“
Malerei und Fotografien von Anke Droste

der kunstbetrieb
Gneisenaustraße 30
44147 Dortmund

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 10-13 Uhr und 15-18 Uhr
Samstag 11-13 Uhr und nach Vereinbarung
www.derkunstbetrieb.de

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Atelier Droste